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Trunstadt (Gemeinde Viereth-Trunstadt)
Sowohl der Name als auch die Ortslage weisen darauf hin, daß Trunstadt als eine sehr alte Ansiedlung bis in die vorfränkische, also thüringsche Herrschaft im Bamberger Raum zurückgeht. Trunstadt ist durch seine erstmals urkundliche Erwähnung im Jahre 793 zusammen mit Haid (Ober- bzw. Unterhaid) der älteste nachweisbare Ort im jetzigen Landkreis Bamberg und am Obermain. Vom 12. Jahrhundert bis 1814 war der Ort Sitz der Rittergeschlechter der Drunstatt Ritter, derer von Rüsenbach (Erbauer unseres Schlosses in seiner jetzigen Anlage), von Redwitz, der von Schaumberg und von Bronsart. Mit Bischof Philipp Valentin Voit von Rieneck zu Bamberg setzte eine neue Entwicklung ein. Er kaufte die Güter von Trunstadt, Stückbrunn, Weiher und Viereth und zwar nicht für das Hochstift, sondern für sich und seine Eigen- und Lehenserben. Am 27.10.1697 erhebt Kaiser Leopold in Wien den Freiherrn Voit von Rieneck zu Trunstadt in den Grafenstand. Letztere erklären ihren Besitz zu einem Fideikommis.
Trunstadt und Stückbrunn gehörten vom 11. Jahrhundert bis 1804 zur Cent Hoheneich. Ab Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Voits von Rieneck zu Trunstadt mit der centbarlichen Obrigkeit belehnt, die sich auf die Voit von Rieneck'schen Untertanen erstreckte. Das Centgrafenamt war am Centhaus, später am Amtshaus am Schloßplatz in Trunstadt untergebracht. Der Burgturm im Nordwesten diente für die Orte im Norden der Cent Hoheneich als Gefängnis. Auch die Pfarrei Trunstadt zählt zu den ältesten dieser Gegend. Im Zuge der kommunalen Gebietsreform wurde die Gemeinde Trunstadt zum 1.Mai 1978 in die Gemeinde Viereth eingegliedert. Bis zum 31.12.1979 war die Gemeinde mit Bischberg zusammen Teil einer Verwaltungsgemeinschaft, deren Sitz Bischberg war. Ab dem 01.01.1980 ist die Gemeinde Viereth wieder selbstständig. Zum 01.Juli 1980 wurde der Gemeindename Viereth aufgrund zwingender pfarramtlicher und geschichtlicher Tatbestände und Gegebenheiten der früheren Gemeinde Trunstadt in "Viereth-Trunstadt" geändert. Quelle: Gedenkschrift zum 10-jährigen Bestehen der RK-Trunstadt von 1983 |
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